... dann rast Piri entschlossen los.
Der Hund ist vor Schreck erstarrt. Piri kniet mit einem Bein am Boden und umklammert mit beiden H?nden und ausgestreckten Armen das Handgelenk jener Hand des Kriegers, mit der er das lange Messer tr?gt. Der Krieger h?ngt waagrecht in der Luft.
Gleiche Position. Piri: "Was hast du vor?"
Krieger: "Ich will den Hund essen."Der Hund h?rt erschrocken zu.
Gleiche Position. Piri: "Warum willst du das Hund essen?"
Krieger: "Weil ich Hunger habe."
Der Hund rennt davon.
Gleiche Position. Piri: "Du brauchst das Hund nicht zu essen."
Krieger: "Wie soll ich dann satt werden?"
Gleiche Position. Piri: "Indem du etwas isst."
Krieger: "Und was esse ich?"
Piri steht auf, w?hrend der Krieger in der Waagerechten bleibt und entsprechend hochgehoben wird. Piri: "Würdest du jetzt bitte mitkommen, ohne weitere Organismen niederzumetzeln?"
Der Krieger bewegt seinen K?rper in die Senkrechte, kann aber mit den Füssen den Boden nicht erreichen, weil Piri immer noch mit ausgestreckten Armen sein Handgelenk umklammert.
Krieger: "Würdest du mich jetzt loslassen?"
Piri l?sst ihn los.
Piri setzt sich etwas geschockt auf einen Stein. Piri: "Du hast mir ein Schrecken eingejagt."
Krieger setzt sich neben sie ins Gras. Krieger: "Warum?"
Piri, weinend: "Das war Flu, mein Assistent. Du h?ttest es beinahe umgebracht."
Krieger: "Ist ein Assistent jemand, mit dem du Sex hast?"
Piri, lachend und weinend zugleich: "Du idiot, du Narr, du Trottel, du verdammtes Killermaschine, du ahnungsloses Baby."
Piri: "Du k?nntest mich ein wenig tr?sten."
Krieger: "?"
Der Krieger steht auf und schaut sich suchend um. Piri: "Was suchst du?"
Krieger: "Etwas, womit ich Feuer machen kann."
Piri: "Wozu brauchst du Feuer?"
Krieger: "Du hast gesagt, ich solle dich r?sten."
Piri, l?chelnd: "Schon gut, mach dir kein Mühe. Ich glaube, es ist nicht mehr n?tig."
Piri steht auf ...
... und geht in Richtung eines Gartens mit B?umen, Büschen und Blumen.
Der Krieger ist ihr gefolgt. Sie stehen am Rand des Gartens. Piri: "Das ist das Essgarten."
Piri, mit ausholender Armbewegung durch den Garten wandelnd: "Hier wachsen Hunderte von Nahrungsmitteln, alles, was dein K?rper braucht."
Piri riecht an dem würfelf?rmigen Produkt eines Busches: "Du kannst daran riechen ..."
Piri, mit angewidertem Gesichtsausdruck: "... und herausfinden, ob's dir schmeckt."
Krieger: "Fleisch."
Piri rennt davon, der Krieger hintennach.
Sie stehen vor einem Gebilde, das aussieht wie ein aus dem Boden wachsender Oktopus. Natürlich ohne Saugn?pfe und Augen. An seinen Armen wachsen steak?hnliche Fleischstücke. Piri: "Das ist das Blutstrauch."
Piri 'pflückt' zwei Steaks. Piri: "Du pflückst dir ein Steak ..."
Piri hat die Steaks in den H?nden und schaut sich suchend um. Piri: "... und suchst dir ein Heizk?fer."
Piri: "Ah, da ist ja einer."
In ihrem Rücken hat sich der Krieger bereits ein Dutzend Steaks auf den Arm geladen.
Piri geht auf einen riesigen K?fer mit flachem Rückenpanzer zu. Am Rand der Fl?che wachsen Gabeln.
Beim K?fer angelangt, legt sie die Steaks auf seinen flachen Rücken. Der Krieger steht mit seinem Arm voll Steaks hinter ihr. Piri: "Hast du es gern ganz oder halb durch?"
Der Krieger hat ein rohes, halb angebissenes Steak in der Hand und sagt, mit blutverschmiertem Mund kauend: "Ich esse es gern ganz."
Piri: "?"
Piri dreht sich um, sieht den vernehmlich kauenden Krieger und ruft entsetzt: "Du Barbar!"
Piri dreht sich, immer noch entsetzt, um zum K?fer und bricht sich eine der Gabeln. Der Krieger kaut vergnüglich weiter.
Mit der Gabel sticht sie ins bruzelnde Fleisch auf dem Rücken des Heizk?fers, ...
... um das Steck zu wenden.
Piri geht, die beiden Steaks auf ihre Gabel gepiekt, in Richtung eines lauschigen Pl?tzchens. Der Krieger folgt ihr.
Es hat ein Weiherchen, Blumen, und grosse Pilze stehen herum.
Piri setzt sich auf einen Pilz: "Das sind Sitzpilze. Setz dich ruhig."
Der Krieger setzt sich neben dem Weiher auf den Boden.
Piri knabbert an ihren heissen Steaks. Der Krieger kaut und schlingt fr?hlich. Die meisten seiner Steaks sind weggeputzt.
Piri, sinnierend: "Es tut mir Leid, dass ich dich dauernd beschimpfe und anschreie. Aber wir Forschende sind hochsensibel, und du bist so ganz anders, ..."
Piri: "... so befremdlich, ... bedrohlich. Dabei sollte mir doch klar sein, dass nur jemand wie du in dem grausamen Wüste überleben kann. Es war bestimmt sehr hart da draussen, nicht wahr?"
Der Krieger hat fertig gegessen. Krieger, l?chelnd und blutverschmiert: "In der Wüste ist manchmal Ruhe. Aber in dieser stinkenden Stadt ist immer Kampf. Ich finde diese Stadt viel h?rter ..."
Krieger: "... Dann komme ich hierher und werde gleich von allen besiegt. Genville ist noch h?rter."
Piri: "Das ist nicht wahr. Hier will dich niemand t?ten."
Krieger: "Ja, ich weiss. Der seltsame Kerl, dem ich zuerst begegnet bin ..."
Piri: "Du meinst Chromos 5."
Krieger: "... Dieser Chromos 5 hat gesagt, der Feind sei der Schmerz. Ich habe verstanden, was er meint ..."
Piri, v?llig verblüfft: "Du hast verstanden, was Chromos 5 gemeint hat?!"
Krieger: "Ja, ich bek?mpfe auch den Schmerz. Er ist der gr?sste aller Feindlichen."
Piri, kauend und l?chelnd: "Das ist gut."
Piri hat fertig gegessen und wirft die Gabel in das Weiherchen.
Der Krieger beobachtet, wie sie auf dem Wasser schwimmt, w?hrend sich ihr ein Schatten n?hert.
Der Schatten entpuppt sich als ein kleines Tier mit einem kleinen Maul, das an der Gabel zu knabbern beginnt. Krieger: "Was ist das?"
Piri: "Och, das ist bloss das Weiherputz. Es sorgt dafür, dass das Wasser immer sch?n klar bleibt."
Piri: "M?chtest du meine Schwestern kennenlernen?"
Krieger: "?"
Piri: "Na ja, sie sind nicht wirklich meine Schwestern. Aber wir wurden im gleichen Labor zum gleichen Zeit hergestellt. So waren wir eben wie Schwestern."
Krieger: "Sehen deine Schwestern so aus wie dein Assistent?"
Piri, lachend: "Nein, sie sehen mir ?hnlicher als Flu."
Piri sieht Flu und ruft: "Flu, Flu, komm doch bitte her!"
Flu kommt angerannt und ...
... drückt sich misstrauisch an dem Krieger vorbei, ...
... bis er neben Piri stehenbleibt. Piri: "Hast du Angst, Flu?"
Flu: "Es ist sehrrr gef?hrrrlich."
Piri, ihn streichelnd: "Es hat dich mit seinem Frühstück verwechselt. Aber das ist jetzt vorbei."
Flu: "Kein Verrrwechslung mehrrr?"
Krieger: "Wenn du mich angrrreifst, werrrde ich dich in Stücke rrreissen."
Piri kichert hihi.
Piri: "Flu, sag bitte meinen Schwestern, sie m?chten zum kleinen Platz kommen."
Flu rennt davon.
Piri zum Krieger: "Gehen wir?"
Szeneanfang:
Erl?uterungstext: In der Nacht davor ...
Es ist Nacht. Das Schlafzimmer des Stadtpr?sidenten Eck. Seine etwa 50j?hrige Frau Tanja liegt totkrank im Bett. Ein Arzt und Eck stehen in der N?he der Zimmertür.
Der Arzt flüstert zum entsetzten Eck: "Es sieht schlimm aus. Der Krebs hat lebenswichtige Organe angegriffen. Ich glaube, sie wird die Nacht nicht überleben."
Eck flüstert mit Tr?nen in den Augen: "Sie darf nicht sterben, Doktor. Sie ist der einzige Mensch, dem ich vertrauen kann. Gibt es denn gar nichts, was wir tun k?nnen?"
Arzt, sinnierend, flüsternd: "Es gibt nichts Legales."
Eck, flüsternd: "Soll das heissen, es gibt etwas Illegales?"
Arzt, zweifelnd, flüsternd: "Nun, ich weiss nicht, Herr Stadtpr?sident, ob ich ..."
Eck packt ihn bei den Armen und sagt laut: "Sagen Sie schon, was Sie wissen, Herrgottnochmal."
Arzt, den Finger vor dem Mund, flüsternd: "Psst, leise."
Eck l?sst den Arzt los, flüsternd: "Entschuldigen Sie, ich habe die Nerven verloren. Ich bin verzweifelt."
Arzt, flüsternd: "Wenn ich darüber spreche, werden Sie mich gerichtlich verfolgen."
Eck, flüsternd: "Ich garantiere Ihnen, dass alles unter uns bleibt."
Arzt, flüsternd: "Also gut ..."
Eck, flüsternd: "Na?"
Arzt, flüsternd: "Die Leute von Genville k?nnten sie heilen."
Eck ist entsetzt.
Eck, entsetzt, flüsternd: "Sie meinen diese Genkriegsmonster?"
Arzt, flüsternd: "Ja, genau."
Eck, entsetzt, flüsternd: "Aber wie kann ich sie in der Stunde ihres Todes diesen Monstern ausliefern. Ich würde mir den Rest meines Lebens Vorwürfe machen."
Arzt, flüsternd: "Und wenn sie geheilt wird?"
Stark aufgewühlt, von Zweifeln gequ?lt, geht Eck auf und ab.
Tanja st?hnt im Schlaf.
Eck ist wie elektrisiert.
Er liegt auf den Knien vor einem Polstersessel, die Ellbogen auf den Sessel gestützt, die H?nde gefaltet, den Kopf gesenkt, flüsternd: "Herr, vergib mir, ich muss es tun."
Eck, zu Tanja gehend, flüsternd zum Arzt: "Es ist ein Pakt mit dem Teufel. Aber lassen Sie uns anfangen."
Arzt, flüsternd: "Bringen wir sie in mein Auto. Das ist am unauff?lligsten."
Der Arzt ?ffnet die Schlafzimmertür und schaut prüfend hinaus, ob niemand da ist. Eck steht mit Tanja auf den Armen hinter ihm.
Sie gehen die Treppe runter zur Kellergarage.
Eck bettet seine Frau auf den Rücksitz, w?hrend der Arzt beim Fahrsitz einsteigt.
Arzt, auf dem Fahrsitz zu Eck, der bei seiner Frau sitzt, flüsternd: "Ducken Sie sich, Herr Stadtpr?sident. Die Wachen sollen Sie nicht sehen."
Das Auto f?hrt aus der Garage. Die Wachen schauen, sch?pfen aber keinen Verdacht.
Der Wagen braust durch Natural City ...
... und h?lt vor dem Gef?ngniskrankenhaus.
Der Arzt rennt aus dem Wagen, ...
... zur Eingangstür des Krankenhauses, ...
... wo er sich an der Gegensprechanlage zu schaffen macht.
Gegensprechanlage: "Es ist geschlossen. Was wollen Sie?"
Arzt: "Bitte wecken Sie Doktor Meer. Sagen Sie ihm, ein Kollege wünsche ihn dringend zu sprechen."
Die Tür ?ffnet sich.
In der halboffenen Tür steht der verschlafen wirkende Gef?ngnisarzt Meer im Morgenmantel.
Der Arzt des Pr?sidenten flüstert Meer etwas zu, was diesen augenblicklich wach werden l?sst.
Dienstbeflissen ?ffnet er die Tür, w?hrend der Arzt des Pr?sidenten ein 'Kommen Sie' zum Auto hinüber winkt.
Der Stadtpr?sident tr?gt seine Frau zur Eingangstür.
Im Krankenhaus drin legt er die Frau auf einen Rolltisch.
Die drei M?nner rasen mit dem Rolltisch durch den düsteren Gang, ...
... durchs Labor, ...
... durch den bedrückenden, monumentalen Gef?ngnistrakt, ...
... bis in den Raum mit der R?hrenverbindung zu Genville.
Meer: "Ich hoffe nur, dass es nicht zu sp?t ist."
Eck: "Wie meinen Sie das?"
Meer: "Vor einigen Stunden musste ich auf Anweisung von Chief Held das Sexmonster nach Genville schicken."
Eck, verblüfft: "Aber das wurde doch get?tet."
Meer: "Es handelt sich dabei um einen Genkrieger, dessen Kampfkraft alles übersteigt, was ich bisher gesehen habe. Seine normalerweise t?dlichen Schussverletzungen waren innert Stunden ausgeheilt."
Eck: "Dann hat Chief Held ja richtig entschieden, wenn er ihn nach Genville hat bringen lassen."
Meer: "Er hat mit dem Krieger einen Handel abgeschlossen."
Eck, verblüfft: "Einen Handel?"
Meer: "Der Krieger sollte alle Genvilles t?ten. Chief Held hat ihm dafür Sex geboten."
Eck, entsetzt: "Sex?!"
Eck, mit Tr?nen in den Augen am Fenster stehend und nach Genville blickend: "Und nun sind alle tot, und niemand wird meine Frau retten."
Eck, wütend und rachedurstig: "Dafür wird Held bezahlen."
Meer, bes?nftigend: "Noch ist nicht alles verloren."
Eck: "?"
Meer, in die Gegensprechanlage: "Hallo Genville, hallo Genville, bitte antwortet. Wir haben einen Notfall."
Gegensprechanlage: "Ich h?re."
Meer, zu Eck: "Es ist eine weibliche Stimme. Es gibt also überlebende."
Meer, in die Gegensprechanlage: "Wir haben hier eine schwer krebskranke Frau. Sie wird die Nacht nicht überleben. K?nnen Sie ihr helfen?"
Gegensprechanlage. "Schickt es rüber."
Eck: "Was hat das zu bedeuten?"
Meer: "Es scheint zu klappen."
Eck: "Aber der Krieger. Wird er nicht auch meine wehrlose Frau gef?hrden?"
Meer: "Haben wir eine Wahl?"
Eck, z?hneknirschend: "Nein, aber Held wird bezahlen."
Meer: "Wenn wir gerade beim Bezahlen sind. Die Behandlung kostet 100'000 Credits."
Eck, überrascht: "Was? Wofür denn? Diese Monster sollen doch froh sein, dass sie noch am Leben sind."
Meer: "Die Genvilles brauchen kein Geld. Aber ich habe meine Unkosten ..."
Eck, ver?rgert: "Jaja, schon gut. Ich bin einverstanden. Schicken Sie meine Frau rüber. Ich hole das Geld."
Eck geht aus dem Raum, denkend: 'Dieser Held, ich werde ihn zerquetschen.'
Die beiden ?rzte legen die Frau in einen Sargbeh?lter.
Die beiden ?rzte stehen am Fenster und schauen zu, wie der Sargbeh?lter langsam durch die Glasr?hre gleitet. Pr?sidentenarzt: "Ich bekomme 50'000."
Meer: "Und 50'000 für mich. Da lohnt sich doch das Arztsein."
Dreckig lachend, verlassen die ?rzte den Raum.
Szeneanfang:
Der kleine Platz, der gar nicht so klein ist. In drei der vier Ecken des Platzes steht je eine Schwester Piris. Piri und der Krieger kommen auf den Platz.
Piri begleitet den Krieger zur Mitte des Platzes. Piri: "Liebst du Poesie?"
Krieger: "Was ist das?"
Piri, zur vierten, noch leeren Ecke gehend: "Das sch?ne Form eines wertvollen Gedankens."
Krieger: "?"
Piri ist in der Ecke angekommen und hat sich umgedreht. Die vier Schwestern schauen ernst. Krieger: "?"
Piri, die Arme nach oben streckend: "Piriparapamblumin!"
Wagon, die Arme nach oben streckend: "Wagondogangarbatin!"
Lara, die Arme nach oben streckend: "Laramarajappersane!"
Hisch, die Arme nach oben streckend: "Hischhuschpandragloridane!"
In diesem Moment rasen die vier Schwestern los. Der Krieger dreht verwirrt seinen Kopf in alle Richtungen.
Zwei von ihnen springen in die Luft.
Die anderen zwei sausen dicht über dem Boden, Beine voran, auf die Füsse des Kriegers zu. Dieser will nach seinen Messern greifen.
Die beiden tief fliegenden treffen seine Unterschenkel und reissen ihn von den Beinen.
Die beiden hoch fliegenden sausen von oben herab auf den liegenden Krieger ...
... und landen je eine auf einem seiner Arme, so dass diese zu Boden gedrückt werden.
Die beiden tief fliegenden haben sich schnell hochgestemmt und bewegen sich katzengleich je eine auf eines seiner Beine, so dass diese zu Boden gedrückt werden.
Aus der Sicht des Kriegers: Beine und H?schen von Piri. Piri: "Ich heisse Piri."
Aus der Sicht des Kriegers: Beine und H?schen von Wagon. Wagon: "Nenn mich Wagon."
Aus der Sicht des Kriegers: Beine und H?schen von Lara. Lara: "Mich nennst du lieber Lara."
Aus der Sicht des Kriegers: Beine und H?schen von Hisch. Hisch: "Und wie w?re es mit Hisch?"
Der Krieger von oben, die vier Schwestern auf seinen Extremit?ten. Krieger, verzückt l?chelnd: "Ich liebe Poesie."
Piri kichert 'hihi'. Wagon macht einen runden Grinsmund 'boaa'. Lara l?chelt 'gchch'. Hisch grinst 'ssss'.
Der Krieger bewegt seine vier Gliedmassen schnell und kraftvoll nach oben, so dass die vier hinauf fliegen.
Mehrere Meter über ihm kommt ihr Flug zum Stillstand.
Der Krieger steht da mit ausgebreiteten Armen. Die Schwestern sind nicht zu sehen.
Pl?tzlich zischen sie von oben herab und landen je zwei auf einem seiner Arme.
Der Krieger steht da mit den vier Schwestern auf seinen ausgestreckten Armen.
Er dreht sich schnell um neunzig Grad, so dass die Arme unter ihnen weggezogen werden.
Die Schwestern stehen auf dem Boden. Alle lachen.
Wagon: "Und wie heisst du?"
Krieger, stirnrunzelnd: "Krieger?"
Die vier Schwestern sind verblüfft. Lara: "Aber das ist doch kein Name."
Krieger: "Die Wesen, mit denen ich zusammen war, haben selten lange genug gelebt, um sich Namen auszudenken."
Hisch, entsetzt: "Hast du sie alle get?tet?"
Krieger: "Kampforganismen, Krankheiten, Krieger. In der Wüste gibt es viele Gründe für einen raschen Tod."
Die Schwestern h?ren betroffen zu.
Wagon: "Und du hast alles überlebt?"
Krieger, l?chelnd: "Wie du siehst."
Piri: "Um dann nach Genville zu kommen und das Nacht unseres Gefangenschaft zu erleuchten wie ein Meteor."
Hisch: "Wie kitschig."
Wagon: "Wir nennen ihn Meneor. Das klingt wie Meteor, nur nicht so kitschig."
Lara, l?chelnd: "Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich k?nnte so was Heisses gut vertragen."
Piri kichert 'hihi'. Wagon grinst rundmündig 'boaa'. Lara l?chelt 'gchch'. Hisch grinst 'ssss'.
Zu viert packen sie den verblüfften Meneor ...
... und tragen ihn auf ihren Schultern vom Platz.
Meneor l?sst es l?chelnd mit sich geschehen. Meneor: "Piri, Poesie ist doch die sch?ne Form eines wertvollen Gedankens."
Piri: "Ja."
Meneor, w?hrend sie ihn weiter quer durch Genville, in Richtung Waschapparat tragen: "Aber worin besteht der wertvolle Gedanke eurer Poesie?"
Piri: "Nun, wir vier sind ..."
Wagon: "... wie ein Gedicht."
Lara: "Wir geh?ren zusammen, ..."
Hisch: "... und wir halten zusammen."
Aladan steht am Wegrand und beobachtet l?chelnd, wie sie Meneor vorbeitragen. Piri ruft Aladan zu: "Das ist Meneor!"
Aladan, mit würdevoll zustimmendem Gesicht: "Ja, Mene-ohohohor, das ist er. Ein passendes Name für ein genetisches Witz."
Wagon, mit gespielter Wut: "Mene-or, Mene-or, nicht -ohohohor. ALADIN!"
Piri, mit gespielter Wut: "ALADEN!"
Lara, mit gespielter Wut: "ALADON!"
Hisch, mit gespielter Wut: "ALADUN!"
Aladan, auf den Knien, die Ohren zuhaltend, flehend: "Bitte h?rt auf mit dem Zernichtung meines wunderbaren Namens. Heute ist doch das ALADAN-Tag."
Wagon: "Dann sag Meneor."
Aladan steht auf, ...
... und wendet sich ab zum Weitergehen, w?hrend alle gespannt auf seine Antwort warten. Aladan: "Ja, ich sage Meneor, Meneor, hohohohohohohor."
Die vier Schwestern schütteln l?chelnd den Kopf.
Sie tragen Meneor weiter in Richtung des Waschger?ts.
Wie das Waschger?t in Sicht kommt, machen sie sich an dem Messergürtel und den Kleidern Meneors zu schaffen. Piri h?lt ihm die Augen zu. Meneor: "?"
Kaum ist Meneor nackt, schieben sie ihn in das Waschger?t.
Die Tür hat sich hinter ihm geschlossen und das Waschger?t beginnt zu rauschen. Meneor: "Aaahhh!"
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Piri kichert 'hihi'. Wagon rundgrinsmündelt 'boaa'. Lara l?chelt 'gchch'. Hisch grinst 'ssss'.
Meneor, im Waschger?t: "Aaaaahhhhh!"
Die vier Schwestern kugeln sich vor Lachen.
Meneor kommt aus dem Waschger?t ...
... und steht mit wilden Haaren und zerknirschtem Gesichtsausdruck vor den lachenden Schwestern.
W?hrend Piri weiterlacht, verstummen die anderen drei. Lara, traurig: "Aber da fehlt was!"
Piri, geheimnisvoll: "Kommt nur, lasst euch überraschen."
Sie laden Meneor auf die Schultern ...
... und gehen zum Turmraum, in dem Piri und Meneor schon mal waren.
Sie betreten den Raum ...
... und werfen Meneor aufs Bett.
Piri: "Zieht euch aus."
Mit einem 'Husch' stehen alle nackt vor Meneor.
Sie schauen auf Meneor. Piri kichert 'hihi'. Die anderen drei haben die H?nde seitw?rts an den Kopf geschlagen, aufgerissene Augen und Münder. Alle drei: "Woaaaa."
Aus der Sicht Meneors. Alle vier stürzen sich wie Raubkatzen auf ihn. Meneor: "Aaahhh!"
Erkl?rungstext: Nach 2 Stunden 34 Minuten und 12 Sekunden...
Meneor und die vier Schwestern liegen, irgendwie angeordnet, nackt auf dem Bett. Ein sehr z?rtliches, friedliches Bild.
Wagon: "Du hast fast soviel Ausdauer wie Aladan."
Meneor: "Nur fast?"
Piri: "Pass auf, Krieger haben ein starkes Siegbedürfnis. Wenn du es reizt, machen die beiden noch ein Wettrennen."
Lara: "Du meinst wohl ein Wettstehen?"
Piri kichert 'hihi'. Wagon rundgrinsmündelt 'boaa'. Hisch grinst 'ssss'.
Meneor, l?chelnd: "Ihr haltet mich wohl für sch?n bl?d."
Wagon: "Tja."
Die anderen schauen mit gespielter Verlegenheit weg oder pfeifen scheinheilig.
Wie sie das Haus verlassen haben, ...
... stellen sich die Schwestern im Kreis auf und l?cheln sich schweigend an.
Meneor: "?"
Meneor: "Was tut ihr?"
Lara: "Wir erzeugen Vergnügen."
Meneor: "Aber ihr tut doch gar nichts."
Wagon: "Wir nehmen uns wahr und l?cheln uns an. Das l?sst Vergnügen fliessen."
Meneor, sich am Kopf kratzend: "Und wozu ist das gut?"
Hisch: "Vergnügen macht das Leben süss."
Meneor: "Wir haben gelacht, wenn wir uns die K?pfe von Chromos 2-Kriegern zugeworfen haben. Ist das auch Vergnügen?"
Piri, mit grossen Augen: "?hm, ja. Aber für unser Vergnügen brauchst du keine K?pfe abzuhacken. Es genügt, dass du existierst."
Meneor, zweifelnd: "Nichts tun? Nur existieren?"
Wagon: "Ja, probier's aus."
Die Schwestern schauen Meneor strahlend an.
Meneor, mit grossen Augen: "Oh ..."
Hisch: "Funktioniert's?"
Meneor, in sich versunken: "Ja ... es funktioniert."
Hisch, sinnierend: "Ist das nicht seltsam? Ich dachte, es sei ein Kampforganismus, bei dem solche Gefühle ausgeschaltet wurden."
Wagon: "Vielleicht wollte sein Sch?pfer etwas anderes."
Lara: "Und jetzt küss mich! Es gibt schliesslich noch andere Formen von Vergnügen."
W?hrend eine nach der andern den staunenden Meneor innig küsst, schauen die andern fr?hlich lachend zu.
Lara, erschrocken: "Ah Mist, ich hab's ganz vergessen."
Die anderen sind verblüfft.
Wagon: "Nun sag schon."
Lara, bereits angezogen: "Auf, Leute! Wir haben zu tun. Gestern Nacht kam ein totkrankes Frau nach Genville. Wir sollen es flicken und zurückschicken.
Piri: "Ein Natürliches?"
Lara: "Ja natürlich."
Kichernd rennen sie zum Labor. Meneor folgt ihnen.
Szeneanfang:
Tanja liegt im Labor der Schwestern auf einem lebenden Tisch mit acht Beinen. Zwei Schlaucharme gehen von ihrem Brustkorb zu einem gedrungenen K?rper. Die Schwestern und Meneor kommen herein. Lara: "Ich habe es an die Hilfsorgane angeschlossen, um es zu stabilisieren."
Meneor, auf die Hilfsorgane weisend: "Was ist das?"
Lara: "Es ist ein Art Hilfsk?rper mit allen Organen. Es reinigt das Blut und liefert alle n?tigen N?hrstoffe."
Die vier Schwestern versammeln sich um Tanja.
Sie schliessen die Augen ...
... und ?ffnen den Mund.
Aus ihren Mündern kommen Ultraschallwellen, welche Tanja überall treffen. Meneor schaut fasziniert zu.
Meneor: "Warum macht ihr solche T?ne?"
Alle Schwestern ?ffnen überrascht die Augen. Wagon: "Kannst du die etwa h?ren?"
Meneor, l?chelnd: "Ja."
Piri: "Wir 'singen' Ultraschall und empfangen das Echo mit einem empfindlichen Stelle auf unserem Stirn. Es macht die Schallwellen für uns sichtbar."
Lara: "So k?nnen wir in das K?rper hineinsehen."
Hisch, auf ihren Abschnitt von Tanja, die Beine, deutend: "Hier sind überall kleine Geschwulste."
Lara: "Das Leber ist hin."
Wagon: "Im Brustraum hat es auch Verwachsungen."
Piri: "Im Gehirn ist ein Tumor."
Piri: "Das Frau muss schreckliche Schmerzen haben."
Meneor geht auf Tanja zu ...
... und legt ihr die H?nde auf den Brustkorb. Wagon, stirnrunzelnd: "Hau ab, Barbar, hier gibt es nichts zu fummeln."
Meneor: "Die Frau hat keine Schmerzen."
Piri, erstaunt: "Woher weisst du das?"
Meneor: "Ich spüre es."
Wagon, sp?ttisch: "Es spürt es."
Lara: "Sowas habe ich noch nie geh?rt."
Piri: "Warum denn nicht. Wir haben noch lange nicht alles erforscht. Im übrigen scheint das Frau wirklich keine Schmerzen zu haben. Es ist schliesslich bewusstlos."
Hisch: "H?r doch auf. Meneor verkohlt dich bloss. Und du naives Huhn f?llst darauf herein."
Lara: "Lass es doch, wenn es dieses Stier gern hat. Soll es ihm doch glauben."
Piri, zu Meneor: "Was spüre ich?"
Meneor legt ihr die Hand auf die Brust.
Meneor, konzentriert: "Aufregung und Freude. Und du geniesst etwas ... Es ist die W?rme meiner Hand."
Hisch, lachend: "Das Kerl ist gut. Ein richtiges Scharlatan."
Wagon, kopfschüttelnd: "Wie kannst du bloss einem Krieger glauben."
Piri, l?chelnd: "Ja, ich habe es gern. Ich glaube ihm."
Hisch schaut seufzend nach oben. Lara und Wagon l?cheln.
Meneor, unbekümmert: "K?nnt ihr auch in mich hineinschauen?"
Lara, als sei ihr ein Licht aufgegangen: "Ja, warum nicht. Vielleicht finden wir so ein Beweis für dein Behauptung."
Alle vier sind in Richtung Meneor gedreht, mit ge?ffnetem Mund und geschlossenen Augen. Die Ultraschallwellen dringen in seinen K?rper ein.
Dasselbe Bild. Piri: "Uh, es hat vier Herzen."
Hisch: "Du meinst, es kann dich vier mal gern haben."
Alle lachen. Wagon: "H?r auf, ich kann mich nicht konzentrieren."
Wieder haben die vier die Augen geschlossen und den Mund ge?ffnet. Lara: "Jedes Organ ist vervierfacht und verteilt auf das ganze K?rper."
Hisch: "Und es hat kein Gehirn."
Gleiches Bild. Wagon: "Tats?chlich, in seinem Sch?del scheint nur Knochenmark zu sein."
Piri: "Vielleicht ist sein Gehirn in den Knochen, verteilt auf das ganze K?rper."
Sie haben die Augen ge?ffnet und sind aufgeregt. Lara: "Wenn sein Gehirn im ganzen K?rper verteilt ist, kannst du sein K?rper zerhacken und es lebt trotzdem weiter."
Wagon: "Das w?re das totale Alptraum von einem Krieger."
Piri: "Jedenfalls habe ich sowas noch nie gesehen."
Hisch: "Jedenfalls hat es kein Gehirn."
Tanja st?hnt. Alle schiessen herum zu ihr. Lara: "Jee, das Frau haben wir ganz vergessen."
Aus der Sicht Tanjas: Sie sieht undeutlich fünf Gesichter über sich.
Das Gesicht Meneors verdeutlicht sich. Tanja, flüsternd: "Das Sexmonster."
Tanja, mit aufgerichtetem Oberk?rper, vor Entsetzen schreiend: "Iiiihhh, das Sexmonster!"
Wagon zu Hisch: "Schnell, das Beruhigungspflanze."
Tanja, entsetzt: "Iiiiihhhh!"
Meneor holt zum Schlag aus ...
... und schl?gt ihr mit der Handkante auf die Schl?fe.
Tanja klappt bewusstlos zusammen. Wagon, lakonisch: "Na ja, auch ganz nützlich."
Lara: "Ist es tot?"
Meneor: "Nein, ich habe ihr nur den Schmerz genommen ..."
Hisch: "... und ihm ein paar deftige Kopfschmerzen geschenkt, wenn es wieder aufwacht."
Wagon: "Ich schlage vor, dass du jetzt mal verschwindest, Meneor. Wenn wir weiter solche Sp?sse treiben, stirbt uns das Frau noch weg."
Meneor nickt l?chelnd.
W?hrend er zum Ausgang des Labors geht, treffen sich sein und Piris Blick.
Meneor steht draussen, allein in Genville.
Szeneanfang:
Meneor spaziert neugierig auf einem sich schl?ngelnden Pfad durch Genville, ...
... vorbei an Kunstwerken, ...
... wundersch?nen G?rten mit seltsamen Pflanzen, ...
... vereinzelten Bungalows und Türmen.
Vor einer Kurve, die durch ein Gebüsch verdeckt ist, bleibt Meneor schnuppernd stehen.
Geduckt schleicht er sich n?her ...
... und schaut vorsichtig hinter dem Gebüsch hervor.
Auf einem Stein sitzt ein Mann mit Bart, das Kinn in Denkerpose auf die Faust gestützt. Auf seinem Kopf tr?gt er einen Kranz aus Lorbeerbl?ttern. Sein Gewand ist aus einem einzigen Tuch, ?hnlich einer r?mischen Toga.
Meneor wirft sich seitlich auf den Rücken ...
... und überschl?gt sich solange, ...
... bis er l?chelnd vor Caesar auf dem Boden sitzt. Dieser ist überrascht.
Caesar, seine überraschtheit unterdrückend: "Warum erscheinst du so pl?tzlich aus des Busches tarnendem Gewand?"
Meneor schaut fragend zum Busch: "Ich sehe kein Gewand."
Caesar, seufzend: "Aha, du bist also so ein deppertes Krieger."
Meneor, lachend: "Und warum tr?gst du ein Gewand auf deinem Kopf?"
Caesar, nach seinem Lobeerkranz schielend: "Ich sehe kein Gewand."
Meneor, seufzend: "Aha, du bist also auch so ein Depperter."
Caesar, erhaben: "Werd nicht frech, du überflüssiges Kampfeiweiss."
Pl?tzlich hat Caesar einen geistesabwesenden Gesichtsausdruck, weil er in seiner Fantasie folgendes Bild sieht: Caesar auf einem Thron sitzend, w?hrend Meneor irgend welche feindliche Gestalten in Schach h?lt.
Caesar, mit vorgespielter Freundlichkeit: "Du bist also ein Krieger."
Meneor, l?chelnd: "Ja."
Caesar, heuchlerisch freundlich: "M?chtest du nicht in meine Dienste treten?"
Meneor: "Wozu?"
Caesar, schw?rmerisch nach oben blickend und gestikulierend: "Wir k?nnten zusammen das Weltherrschaft erringen."
Meneor: "Wozu?"
Caesar, etwas verwirrt von der Frage: "Dann kannst du haben, was du willst, und alle küssen dir die Füsse."
Meneor betrachtet seine Füsse und stellt sich dabei Folgendes vor: eine endlose Reihe von Leuten, die alle darauf warten, ihm die Füsse küssen zu dürfen.
Meneor, kopfschüttelnd: "Das ist langweilig."
Caesar, erstaunt und leicht ver?rgert: "Was willst du dann?"
Meneor, l?chelnd: "Sex und Siegen."
Caesar: "Siegen ist wie Herrschen."
Meneor: "Nein, du kannst den Sieg geniessen, ohne das Besiegte anschliessend zu beherrschen."
Caesar: "Aber du musst herrschen, um das Schmerz eines Niederlage zu vermeiden."
Meneor: "Nein, wenn ich verliere, habe ich wenigstens die Erregung des Kampfes genossen. Die Niederlage erzeugt in mir keinen Schmerz. Also brauche ich sie auch nicht zu fürchten."
Caesar: "Du hast vielleicht ein merkwürdiges Bedürfnisstruktur ... Aber Siegvergnügen wirst du hier keines haben. Du kannst uns nicht besiegen."
Meneor, l?chelnd: "Lass uns k?mpfen."
Szeneanfang:
Erkl?rungstext: Inzwischen ...
Hisch tastet die Schwellung an Tanjas Sch?del ab. Hisch: "Das grobe Klotz hat es bewusstlos geschlagen."
Lara: "Es hat ihm das Leben gerettet. H?tte es weiter so geschrien, w?re es an überanstrengung gestorben."
Hisch: "Wir h?tten es mit dem Beruhigungspflanze ruhig gestellt."
Wagon: "Zwei Methoden, gleiches Ergebnis."
Hisch: "Nicht ganz, wahrscheinlich hat es jetzt zus?tzlich ein Hirnerschütterung."
Lara: "Wenn wir nicht bald was unternehmen, quatschen wir es noch zu Tode. Das Tumor in ihrem Gehirn breitet sich aus. Weite Teile ihres Gehirns und damit ihres Pers?nlichkeit werden sterben."
Piri geht zu einem organischen Beh?lter, der auf einem organischen Tischchen steht.
In dem Beh?lter leben verschiedene Wesen, die aussehen wie eine Kreuzung zwischen einem Polypen und einem Seestern.
Piri nimmt eines dieser Regeneratwesen. Piri: "Ich schlage vor, dass wir ihm ein Regenerat des Stufe Chromos 1 aufsetzen. Das sollte genügen, um alle Krebszellen zum Verschwinden zu bringen."
Wagon: "Du bist vielleicht naiv. Wenn es das Regenerationsf?higkeit des Stufe Chromos 1 hat, wird es nach einigem Zeit wieder aussehen wie 25."
Hisch: "Das t?te ihm nicht schaden."
Piri kichert 'Hihi'. Wagon grinst 'Boah'. Lara l?chelt 'Gchch'.
Wagon, immer noch grinsend: "Ja, aber dann merken die Natürlichen, dass etwas nicht stimmt mir ihm."
Piri, mit grossen Augen: "Meinst du, sie werfen es in das S?uregraben?"
Wagon: "Wer kann schon voraussagen, wie die Natürlichen reagieren."
Lara geht zu einer grossen organischen Kiste, die am Boden steht und die Aufschrift 'Uralter Medizinalkram' tr?gt.
Lara hat die Kiste ge?ffnet und greift hinein.
Sie zeigt den anderen einen kleinen torpedo?hnlichen Gegenstand. Lara: "Wie w?re es mit einem Krebszellentorpedo?"
Hisch: "Lade es mit Killerzellen. Ich entneme ihm ein Krebsprobe für das Programmierung."
Piri, Tanja ein seltsames Gew?chs auf den Bauch legend: "Ich lege ihm das Beruhigungspflanze auf das Bauch. Sonst wacht es uns noch auf und schreit herum."
Hisch setzt den dünnen Schlauch des Probenvibrats an, eines kleinen handlichen Wesens.
Das Schl?uchlein dringt vibrierend durch die Haut, etwa dort, wo die Leber ist. Hisch hat die Augen geschlossen, den Mund leicht ge?ffnet und sendet Ultraschall.
Hisch, ultraschallend: "Mehr links."
Hisch, ultraschallend: "Geradeaus."
Hisch, ultraschallend: "Stop. Probe."
Das Schl?uchlein zieht sich aus dem K?rper zurück, ohne dass eine Wunde zurückbleibt.
Lara schüttet aus einem organischen Fl?schchen, Aufschrift 'Killerzellen' und Bild einer Zelle mit aufgerissenem Mund und spitzen Z?hnen, Killerzellen in den Torpedo. Hinter ihr ist Wagon zu sehen, die den Kopf Tanjas mit Ulatraschall beobachtet.
Wagon, aufgeregt: "Es dauert nicht mehr lange, dann ist das Sauerstoffzufuhr eines grossen Hirnteils unterbrochen. Vergesst das Krebzellentorpedo. Das kostet zu viel Zeit."
Piri nimmt das Regenerat und schaut die anderen fragend an. Piri: "Dann also doch das Regenerat?"
Lara: "Wir haben kein Wahl. Wenn ich das Tumor letzte Nacht nicht falsch eingesch?tzt h?tte, h?tten wir mehr Zeit gehabt ..."
Hisch. "... und weniger Schlaf."
Piri legt das Regenerat auf den Oberk?rper zwischen die nackten Brüste Tanjas. Wagon: "Was soll's, das Frau wird leben. Und wenn die Natürlichen sie in das S?uregraben werfen wollen, ist das ihr Sache."
Das Regenerat verbindet sich mit der Haut Tanjas und schleust die Regenerationsgene in ihren K?rper.
Piri betrachtet das Regenerat. Piri: "Ob die Regenerationsgene wohl schnell genug ins Hirn gelangen?"
Wagon ultraschallt das Gehirn Tanjas. Auf den Gesichtern der drei andern ist die Spannung abzulesen.
Wagon, ultraschallend: "Das Gehirn lebt noch. Das Zustand verschlimmert sich nicht ..."
Lara, freudig: "Jeaaa?"
Piri und Hisch l?cheln.
Wagon, ultraschallend: "... aber es verbessert sich auch nicht."
Betroffene Gesichter.
Piri nimmt ein zweites Regenerat aus dem Beh?lter ...
... und setzt es oberhalb von Tanjas Brüsten an. Piri: "Ich verdopple das Gentransfer."
Szeneanfang:
Im Büro von Stadtpr?sident Eck. Eck geht ruhelos auf und ab.
Er greift zum Kommunikator.
Links ist Eck, rechts Dr. Meer am Kommunikator. Eck: "Guten Tag, Herr Doktor Meer, wissen Sie schon mehr, ?h, ich meine, wissen Sie schon etwas N?heres über den Zustand meiner Frau?"
Meer: "Ich habe noch keine Nachricht. Aber daraus k?nnen wir schliessen, dass Ihre Frau die Nacht überlebt hat."
Eck: "Sie rufen mich sofort an, wenn Sie etwas wissen?"
Meer: "Selbstverst?ndlich, Herr Stadtpr?sident."
Szeneanfang:
Meneor steht vor Caesar, der noch auf dem Stein sitzt, und ?ffnet seinen Messergürtel.
Er wirft den Messergürtel hinter das Gebüsch ...
... und kassiert einen gewaltigen Faustschlag Caesars in die Magengrube.
Meneor klappt zusammen, ...
... l?sst sich seitlich zu Boden fallen ...
... und kickt dabei Caesar die Beine unter dem Leib weg, ...
... so dass dieser pl?tzlich waagrecht, mit dem Gesicht nach unten in der Luft h?ngt.
Caeser f?ngt sich mit den Armen am Boden ab, ...
... w?hrend Meneor aufsteht.
Caesar st?sst sich mit den Armen vom Boden ab, ...
... fliegt mit den Füssen auf Meneor zu ...
... und trifft ihn mit den Füssen am Brustkorb.
W?hrend Meneor mit dem Rücken auf den Boden knallt, ...
... landet Caesar h?hnisch grinsend auf den Füssen.
Caesar, h?hnisch grinsend: "Na, kleines Krieger, hast du genug?"
Meneor, mit halbaufgerichtetem Oberk?rper am Boden liegend, l?chelnd: "Wir fangen doch erst an."
Caeser, hochmütig, mit hochgestreckter Nase: "Ich prügle mich doch nicht mit jedem Strolch."
Meneor fliegt mit ausgestreckten Armen durch die Luft auf Caesar zu.
Seine H?nde umschliessen Caesars Hals. Meneor, mit weit aufgerissenem Mund, in voller Lautst?rke: "Das wirst du aber müssen!!!"
Caesar ist erschrocken.
Caesar f?llt auf den Rücken, w?hrend der l?chelnde Meneor seinen Hals umklammert h?lt.
Da Meneors K?rper immer noch in der Luft ist, kann Caesar seine Beine anziehen, ...
... um sie Meneor in den Leib zu rammen.
Meneor fliegt mehrere Meter weit und klatscht mit dem Rücken an die organische Mauer eines Turmes.
Meneor rutscht ab ...
... und h?lt sich mit einer Hand an einer Fenster?ffnung fest.
Er dreht sich zur Wand um ...
... und st?sst sich vom Turm ab, ...
... dreht sich in der Luft, ...
... um dann wie ein Geschoss mit den Füssen voran, Rückseite nach unten auf Caesar zuzurasen.
Dieser weicht aus ...
... und gibt dem fliegenden Meneor einen Tritt in den Hintern, ...
... so dass Meneor weiterfliegt ...
... zu einem Baum, ...
... an dem er sich mit einer Hand festh?lt, ...
... so dass er um den Baum herumschwingt ...
... und wieder auf Caesar zurast, ...
... was diesen verblüfft.
Caesar springt in die Waagrechte, ...
... und knallt seine Füsse gegen die des heranrasenden Meneor, ...
... was ihn aber seines gringeren Gewichtes wegen in Richtung Turm wegfliegen l?sst.
Caesar klatscht seinerseits an die Turmwand, ...
... was ihm sichtlich mehr zu schaffen macht als Meneor, und f?llt dann hinunter zu Boden, ...
... wo er benommen sitzen bleibt.
Meneor kommt auf ihn zu ...
... und schleudert seine Faust auf Caesars Kopf zu.
Dieser kann im letzten Moment ausweichen, ...
... so dass Meneors Faust ein Loch in die organische Turmwand schl?gt, ...
... was Caesar sichtlich schockiert.
Dann jedoch nutzt er die Situation, dass Meneors Arm bis zu den Schultern im Turm steckt, ...
... legt seine H?nde von hinten um Meneors Hals ...
... und tritt ihn mit dem Knie in den Rücken ...
... und wieder ...
... und wieder.
Aus Meneors Mund fliesst Blut.
Da holt Meneor mit dem freien Arm aus ...
... und schl?gt Caeser den Ellbogen an den Kopf.
Caesar l?st seinen Griff ...
... und h?lt sich den schmerzenden Kopf.
Meneor zieht den Arm aus dem Turm, ...
... dreht sich zu Caesar um ...
... und reibt sich die schmerzende (Turmarm)Schulter. Meneor: "Hast du genug?"
Caesar schreit: "Niemals!"
Er verpasst Meneor mit dem rechten Bein einen Fusstritt ans Kinn.
W?hrend Meneor zurücktaumelt, ergreift er Caesars rechtes Fussgelenk mit der linken Hand.
Caesar versucht den Griff durch einen Tritt mit dem anderen Fuss zu l?sen, ...
... was aber nur dazu führt, dass Meneor sein linkes Fussgelenk mit der rechten Hand zu fassen kriegt.
Caesar h?ngt nun wutschnaubend, Kopf unten, den Rücken zu Meneor an den ausgestreckten Armen Meneors.
Caesar klappt sich hoch ...
... und ergreift ein Handgelenk von Meneor und sein Fussgelenk.
Mit aller Kraft versucht er Hand und Fussgelenk auseinanderzureissen, ...
... aber es gelingt nicht. Caesar ist verblüfft.
Meneor zieht Caesar zu sich heran ...
... und gibt ihm eine Kopfnuss.
Caesar sinkt bewusstlos herab.
Meneor tr?gt Caesar zu einem Baum, ...
... nimmt ihm sein Tuch ab ...
... und fesselt ihn damit an den Baum.
Meneor holt seinen Messergürtel ...
... und setzt sich auf den Stein, wo vorher Caesar gesessen hat.
Caesar erwacht. Caesar, mit h?ngendem Kopf: "Wa...wo?"
Meneor, l?chelnd: "Hi-ier."
Caesar hebt mühsam den Kopf ...
... und versucht mit zusammengekniffenen Augen Meneor zu sehen.
Caesar, bel?mmert: "Warum kann ich mich nicht bewegen?"
Meneor: "Weil du gefesselt bist."
Caesar: "Und welches Todgeweihte zeichnet dafür verantwortlich?"
Meneor: "Warum sollte ein Todgeweihter zeichnen?"
Caesar: "Ah, ich vergass, ich hab's ja mit einem Schwachsinnigen zu tun."
Meneor, l?chelnd: "Der Schwachsinn hat dich besiegt."
Caesar: "Wie hast du das geschafft?"
Meneor: "Ihr seid zwar st?rker und schneller als ich. Aber ihr habt schmalere K?rper ..."
Caesar: "Na und?"
Meneor: "... Also habe ich mir gedacht, dass ihr ein Problem mit der Energie habt. Ich musste dich so lange auf mich einschlagen lassen, ...
Meneor: "...bis deine Energie aufgebraucht war. Von da an war ich der St?rkere."
Eine Gestalt steht in einiger Entfernung hinter einem Baum und beobachtet die beiden. Gestalt denkt: 'Brillantes Schlussfolgerung. Caesar hat es untersch?tzt.'
Erst jetzt ist zu sehen, dass die Gestalt Chromos 5 ist. Chromos 5 denkt: 'Wir dürfen nicht dasselbe Fehler machen.'
Caesar: "Sieh an, das Herr kann denken."
Meneor, lachend:
"Zeige nicht
jedem Wicht,
welche Kraft
in dir schafft."
Caesar, erstaunt: "Woher hast du das?"
Meneor, l?chelnd: "Selbst gemacht. Das ist Poesie."
Caesar, geringsch?tzig: "Lass mich jetzt frei, du Poetenarsch."
Meneor: "Nein, du würdest wieder auf mich losgehen."
Caesar, erstaunt: "Warum sollte ich?"
Meneor: "Du hast ein starkes Herrschbedürfnis. Du willst mich beherrschen."
Caesar, erstaunt: "Woher willst du das wissen?"
Meneor: "Du hast gesagt, du willst die Weltherrschaft?"
Caesar, betroffen: "Das war doch nur Spass."
Meneor: "Als wir uns berührten, habe ich deine Gefühle gespürt. Da war dieses starke Herrschverlangen. Das war echt."
Meneor steht auf vom Stein ...
... und geht weiter auf dem Pfad.
Caesar, h?hnisch hinter ihm her schreiend: "Geh doch zu Antara! Du erz?hlst dasselbe Mist wie es! Du bist genauso durchgeknallt!"
Meneor dreht den Kopf um 180 Grad in Richtung Caesar, w?hrend sein K?rper weiter geradeaus geht. Meneor: "Eines Tages werde ich dich t?ten."
Caesar ist überrascht von der Bemerkung.
Dann wird sein Gesichtsausdruck kalt. Caesar: "Pass nur auf, dass ich dir nicht zuvor komme."
Chromos 5 steht immer noch hinter dem Baum und denkt: 'Eines Tages wird es uns vielleicht alle t?ten. Ich muss herausfinden, was es vorhat.'
Chromos 5 rast davon.
Szeneanfang:
Die vier Schwestern ultraschallen Tanja.
Wagon hat aufgeh?rt und l?chelt: "Das Gehirn erholt sich."
Alle haben aufgeh?rt. Lara: "Das Leber auch."
Piri: "Ich sehe nichts Gef?hrliches mehr."
Hisch, zu einem Fenster hinaus rufend: "Fluuuuu, wo bist duuuuu?"
Flu kommt angerannt.
Hisch: "Da bist du ja. Pass bitte auf dieses Frau auf, Flu. Hol uns, sobald irgend etwas schief l?uft."
Flu: "Sehrrr gerrrn."
Szeneanfang:
Chief Held sitzt, zurückgelehnt in seinem Sessel, in seinem Büro. Das Kommunikator meldet sich.
Held drückt l?ssig eine Taste. Held: "Ja, bitte?"
Kommunikator: "Guten Tag, Chief Held, hier ist Eck. H?tten Sie vielleicht Zeit, gleich mal in mein Büro zu kommen?"
Held, zurückgelehnt, mit l?ssig ver?chtlichem Gesichtsausdruck: "Verzeihen Sie, Herr Stadtpr?sident, aber ich stehe im Moment unter ziemlichem Termindruck. K?nnten wir das Treffen nicht auf morgen verschieben?"
Kommunikator: "Verschieben Sie lieber Ihre Termine. Dann also in einer Stunde bei mir im Büro."
Held denkt wütend: 'Was bildet sich diese blasierte Null ein, mich so herumzukommandieren. Eines Tages werde ich den Kerl wegputzen.'
Held betritt das Vorzimmer von Eck. Sekret?rin: "O, Chief Held, guten Tag. Der Pr?sident erwartet Sie schon."
Held geht auf eine eindrucksvolle Holztür mit der Aufschrift 'Stadtpr?sidium' zu ...
... und ?ffnet sie. Durch die ge?ffnete Tür ist das riesige Büro des Stadtp?sidenten mit dem wuchtigen Schreibtisch zu sehen. Eck sitzt am Schreibtisch und sagt mit ernstem Gesicht: "Chief Held, bitte setzen Sie sich."
Held setzt sich in einen Stuhl vor dem Schreibtisch.
Eck: "Sie wissen, dass es gesetzwidrig ist, Gefangene zu t?ten?"
Held: "Selbstverst?ndlich, ich verstehe nicht ..."
Eck: "Weshalb haben Sie dann einen Krieger nach Genville eingeschleust, der alle Gefangen dort umbringen sollte?"
Held denkt wütend: 'Meer hat gesungen, dieses Meerschwein.'
Held, seinen ?rger unterdrückend: "Davon ist mir nichts bekannt, Herr Stadtpr?sident. Vom wem haben Sie die Fehlinformation?"
Eck: "Aus zuverl?ssiger Quelle."
Held: "Ich m?chte die Quelle überprüfen."
Eck: "Nein, sie ist vertraulich."
Held, wütend: "Dann werden wir den Sachverhalt prüfen. Wir schicken einen Security Guard nach Genville, der uns Bericht erstatten soll, ob die Vorwürfe wahr sind. Wenn er lebend zurückkommt, kann wohl kaum ein rasender Krieger dort sein Unwesen treiben."
Eck denkt nerv?s: 'Er wird meine Frau finden, und dann bin ich erledigt. Aber wenn ich jetzt eine Untersuchung ablehne, mache ich mich verd?chtig.'
Eck, nerv?s: "Also gut, wir treffen uns am Eingang zu Genville, in einer halben Stunde."
Held sitzt in seinem Wagen und spricht in den Kommunikator: "Ich brauche eine zuverl?ssige Person, die hundert Prozent hinter unserer Sache steht."
Kommunikator: "Sofort, Chief Held."
Vor dem Gef?ngniskrankenhaus wartet bereits ein Security Guard, w?hrend Helds Wagen heranf?hrt.
Held steigt aus und geht auf den Guard zu. Held: "Sie werden nach Genville gehen, um zu untersuchen, ob dort ein Krieger heruml?uft, der Gefangene abschlachtet ..."
Der Guard ist erschrocken. Held: "Aber egal, was Sie dort sehen, Sie werden sagen, dass alles friedlich ist. Kein Krieger, keine Toten. Ist das klar?"
Guard, angstvoll: "Es wird alles in bester Ordnung sein, Chief Held."
Zusammen betreten sie das Gef?ngniskrankenhaus.
Eck im Labor von Gef?ngnisarzt Dr. Meer. Eck zu Meer: "Haben Sie mir eine zuverl?ssige Wachperson?"
Meer: "Ja, Herr Stadtpr?sident."
Vor seinem geistigen Auge sieht Meer sich mit einer vollbusigen Sch?nen im Bett.
Meer verl?sst das Labor, gefolgt von Eck ...
... und betritt den Gef?ngnistrakt. Meer ruft: "Babs, kommen Sie bitte zu mir."
Aus einem Raum tritt Babs, eine junge, bewaffnete Aufseherin mit grossem Busen, dieselbe, an die Meer vorhin gedacht hat. Babs, l?chelnd: "Ja, Herr Doktor? ... Oh, guten Tag, Herr Stadtpr?sident."
Meer: "Der Herr Stadtpr?sident m?chte Ihnen eine wichtige Aufgabe anvertrauen."
Eck, nerv?s zu Babs: "Sie sollen nach Genville gehen, einen kurzen Blick werfen, ob da ein Krieger Gefangene abschlachtet. Dann kehren Sie sofort zurück, bevor Sie in Gefahr geraten."
Babs denkt: 'Warum ist er so nerv?s?'
Eck: "Haben Sie verstanden? Kein Risiko. Nur ein kurzer Blick."
Babs: "Jawohl, Herr Stadtpr?sident."
W?hrend diesmal Eck ungeduldig vorausgeht, flüstert Babs zu Meer: "Sag mir, was hier faul ist. Warum ist er so nerv?s?"
Meer, flüsternd: "Ich habe letzte Nacht seine totkranke Frau hinüber geschickt. Er hat Angst, dass du sie sehen k?nntest."
Babs, flüsternd: "Ich werde nichts sehen. Aber wie ist es mit dem Krieger?"
Meer, flüsternd: "Berichte Eck von einem Blutbad. Ich glaube, er will Chief Held in die Pfanne hauen. Damit w?ren wir diesen tyrannischen Idioten endlich los."
Babs, flüsternd: "Und wenn kein Blutbad zu sehen ist?"
Meer, ihr ein Messer und eine Fotokamera zusteckend, flüsternd: "Dann t?te ein, zwei Leute und mach ein Bild davon. Benutze das Messer. Der Krieger hat keine Schusswaffe."
Sie erreichen den Zugangsraum zu Genville. Meer denkt: 'Wenn sie versucht einen Genville zu t?ten, wird sie dabei draufgehen. Dann bin ich das "Wann heiraten wir"?-Geflenne endlich los. Und wenn sie abgestochen ist, haben wir auch das gewünschte Blutbad.'
Der zusehends nerv?ser werdende Eck, Babs und Meer warten auf Held.
Held betritt den Raum mit seinem Guard. Held: "Ich habe einen Mann mitgebracht, der die Vorwürfe überprüfen wird."
Eck, auf Babs zeigend: "Kommt gar nicht in Frage. Ich will eine Person meines Vertrauens."
Held: "Ich kenne diese Aufseherin nicht. Ich werde ihre Aussage anzweifeln."
Eck kommt arg ins Schwitzen. Meer, bes?nftigend: "Darf ich einen Vorschlag machen? ... Warum schicken wir nicht beide rüber. Falls der Krieger sie angreift, k?nnen sie sich zu zweit besser wehren."
Held, finster l?chelnd: "Ich bin einverstanden."
Eck schaut zum Fenster hinaus und denk: 'Tanja.'
Held, flüsternd zu seinem Guard: "Wenn sie Spuren von Gewalt sieht, t?test du sie und sagst, es sei ein durchgedrehter Genviller gewesen." und denkt: 'Das zeigt dann auch sch?n, wie gewaltt?tig die ach so 'schützenswerten Gefangenen' dieses Pr?sidentenschwachkopfs sind.'
Meer, flüsternd zu Babs: "T?te ihn."
Meer, l?chelnd zum gestressten Eck: "Ich glaube, Herr Stadtpr?sident, es wird alles zu Ihrer Zufriedenheit sein."
Eck: "Meinen Sie? ... Na gut."
Meer, auf die Sargbeh?lter weisend: "Bitte legen Sie sich je in einen Beh?lter."
Babs und der Guard steigen hinein.
Meer schliesst die Beh?lterdeckel, aber nicht die Verschlüsse, ...
... und schiebt sie zur ?ffnung der R?hre.
Die zwei Sargbeh?lter gleiten hintereinander durch die R?hre. Meer, Held und Eck schauen zu.
Die Sargbeh?lter gleiten in die Eingangshalle von Genville.
Die Deckel ?ffnen sich.
Babs und der Guard springen mit gezogenen Waffen heraus.
Babs denkt: 'Am besten trennen wir uns. Dann kann ich ihn aus dem Hinterhalt kalt machen.'
Guard denkt: 'Am besten trennen wir uns. Dann kann ich sie aus dem Hinterhalt kalt machen.'
Babs: "Am besten trennen wir uns. Dann k?nnen wir Genville in der halben Zeit durchk?mmen."
Guard: "Gut. Wir treffen uns in einer Stunde wieder hier."
Beide schleichen sich aus der nicht organischen Eingangshalle.
Am Anfang schleicht Babs noch von Gebüsch ...
... zu Gebüsch, ...
... von Geb?ude ...
... zu Geb?ude.
Dann sieht sie ein lebendes Kunstwerk und erschrickt.
Vorsichtig n?hert sie sich dem Kunstwerk, ...
... welches zu singen anf?ngt, als Babs nahe genug ist.
Babs verliert die Angst und l?sst die Waffe sinken.
Sie l?chelt und ist entzückt.
Entspannt geht sie weiter, ...
... sieht das wundersch?ne Genville.
Staunend und ergriffen geht sie weiter.
Von weitem sieht sie Meneor.
Rasch sucht sie Deckung. Babs denkt: 'Diese breiten Schultern. Das muss der Krieger sein.'
Sie beginnt sich auszuziehen und denkt, hinterh?ltig l?chelnd: 'Er wird mir dabei helfen, den Guard zu beseitigen.'
Nackt schleicht sie sich n?her an Meneor heran.
Pl?tzlich rennt sie auf ihn zu. Babs: "Hilfeee!"
Meneors Kopf f?hrt herum.
Bei Meneor angekommen, f?llt Babs auf die Knie, ...
... und umschlingt einen von Meneors Oberschenkeln.
Babs, die Ver?ngstigte mimend: "Hilf mir, ich werde verfolgt von einem Guard. Er will mich und alle Genmonster vernichten. Kannst du ihn t?ten?"
Meneor: "?"
Meneor: "Was du sagst und was du spürst ist nicht dasselbe."
Babs. irritiert: "Willst du sagen, dass ich lüge?"
Meneor, schlicht: "Ja."
Babs, ?tzend: "Das ist bloss eine Ausrede, damit du nicht k?mpfen muss. Du bist gar kein Krieger, sondern ein Feigling."
Meneor: "Ja, ich vermeide den Kampf, wenn er sinnlos ist oder die Siegchancen zu klein sind."
Babs ist verblüfft.
Babs, grimmig: "Es ist also sinnlos, einen Guard zu t?ten, der hier alle abschlachten will?"
Meneor: "Wenn ich sehe, dass es wahr ist, wird er sterben."
Szeneanfang:
Der Guard schleicht sich, vor Angst schwitzend, mit gezogener Waffe durch Genville.
Er begegnet einem lebenden Kunstwerk ...
... welches sich bewegt, ...
... so dass der Guard erschrickt ...
... und seine Waffe auf das Kunstwerk abfeuert ...
... und etliche Teile des Kunstwerkes durchl?chert.
Zitternd vor Angst rennt er ein Stück, ...
... bis er das Labor sieht.
Er n?hert sich dem Labor, ...
... schaut zur Türe herein ...
... und sieht Tanja liegen. Guard, überrascht: "Die Frau des Pr?sidenten."
Flu kommt hervor und sagt zum Guard: "Nicht st?rrren, bitte sehrrr."
Der Gard ist schockiert. Guard denkt: 'Ein Genmonster!'
Er richtet seine Waffe auf Flu, ...
... der dreht sich um und will fliehen, ...
... wird aber von zwei Kugeln im hinteren Bereich seines K?rpers getroffen und macht 'Jauuuuuuuuuul'.
Szeneanfang:
Das langgezogene laute 'Jauuuuuuuul' l?sst Meneors Kopf herumschiessen.
Babs benützt Meneors Ablenkung, um ihm ein Messer aus dem Gürtel zu ziehen.
Meneor rast in Richtung Labor.
Babs bleibt etwas entt?uscht, mit dem Messer in der Hand, zurück. Babs denkt: 'Da muss ich mir wohl was Besseres einfallen lassen.'
Meneor springt auf einen Bungalow ...
... und auf der anderen Seite herunter.
Mit riesigen S?tzen springt er über Gebüsche ...
... und über ein Kunstwerk, ...
... bis er vor dem Labor in die Krone eines Baumes hinauf springt.
Vom Baum herab beobachtet er durch das Laborfenster, wie Flu schwer verletzt ein Versteck sucht, verfolgt von dem Guard.
Meneor springt vom Baum ...
... und rennt zur Tür?ffnung des Labors.
In der Tür?ffnung bleibt er stehen. Meneor: "Willst du ihn essen?"
Der Guard f?hrt herum und ballert auf die leere Tür?ffnung, ...
... w?hrend Meneor, sich nach vorne überschlagend, auf den Guard zu bewegt.
Guard, h?rt auf zu schiessen, verblüfft: "Wo? ..."
Meneor taucht unmittelbar vor ihm auf, was den Guard schockiert.
Meneor schleudert seine Faust auf das entsetzte Gesicht des Guards zu.
Die Faust dringt in das Gesicht ein ...
... und l?sst den Sch?del des Guards in tausend Stücke zerplatzen.
Der K?rper des Guard sinkt zusammen, w?hrend die Teile des Kopfes das halbe Labor vollspritzen.
Meneor bewegt sich, nach Flu suchend, durchs Labor.
Flu hat sich in einen Winkel verkrochen, und als er Meneor sieht, macht er 'Jauuuuuuuuuuul'.
Am Fenster taucht Hischs Gesicht auf.
Hisch schreit entsetzt: "Lass Flu in Ruhe, du Killermaschine!"
Wagon kommt zur Labortür herein und schreit: "Was hast du mit Flu gemacht?! Das ganze Labor ist voll Blut!"
Meneor nimmt Flu auf die Arme.
Pl?tzlich legt sich ein Arm um seinen Hals ...
... und reisst ihn samt Flu hinten über.
Es ist Hisch, die ihn umreisst und gleichzeitig nach einem seiner Messer greift.
Sie zieht mit dem einen Arm Meneors Kopf nach hinten, w?hrend sie ihm mit der anderen Hand das Messer an den Hals h?lt. Hisch, wütend: "Lass sofort Flu los, oder ich schneide dir das Kopf ab."
Wagon kommt ins Sichtfeld der beiden. Wagon: "Hisch, beruhige dich. Das war nicht Meneor."
Hisch, verblüfft: "Wer dann?"
Hisch l?sst Meneor los. Wagon: "Komm, sieh dir's an."
Alle gehen in Richtung Eingang. Meneor tr?gt Flu. Alles ist blutbespritzt. Hisch: "Was für ein Sauerei!"
Die vier Schwestern und Meneor stehen um den K?rper des Guard, der immer noch die Schusswaffe in seiner Hand h?lt. Lara: "K?nntest du in Zukunft deine Opfer nicht etwas weniger gewaltt?tig umbringen?"
Meneor, grinsend: "Nein."
Piri: "Du hast Flu das Leben gerettet, nicht wahr?"
Meneor, l?chelnd: "Ja."
Piri, strahlend: "Das ist lieb."
Hisch, entnervt: "Ach, jetzt f?ngt dieses Geturtel schon wieder an."
Meneor h?lt ihr die offene Hand hin. Hisch schaut ihn fragend an.
Meneor, l?chelnd: "Mein Messer."
Hisch, ihm das Messer gebend: "Ach, ja."
Piri, auf seinen Messergürtel zeigend: "Da fehlen aber zwei Messer."
Meneor sieht vor seinem geistigen Auge Babs, wie sie ihm ein Messer nimmt. Meneor: "Die Frau. Ich hab's gespürt, aber nicht darauf geachtet."
Die vier Schwestern: "?"
Meneor übergibt ihnen Flu ...
... und rast zur Fenster?ffnung hinaus.
Szeneanfang:
Babs geht nackt durchs Gebüsch.
Sie kommt auf eine kleine Lichtung. Estragon sitzt, behangen mit einem Gewürzmantel, auf einem Stein. Seine Augen sind geschlossen.
Babs denkt: 'Wenn ich diesen Genville absteche, kann ich auch eine Gewalttat fotografieren. Und wenn die andern Monster ihn vermissen, k?nnen sie ihn ja klonen.'
Babs, das Messer hinter ihrem Rücken versteckend, l?chelnd: "Hallo, ich bin Babs."
Estragon ?ffnet die Augen und staunt.
Estragon, l?chelnd: "O, was für ein überraschung ...?h, ich bin übrigens Estragon, das Würze des Alls."
Babs denkt l?chelnd: 'Was für ein Knallkopf.'
Babs sagt l?chelnd: "M?chtest du mich würzen?"
Estragon, l?chelnd: "Ja, ich glaube, das Zeitpunkt ist gut gew?hlt."
Babs denkt l?chelnd: 'Du ahnst gar nicht, wie gut.'
Babs, l?chelnd und sich verführerisch r?kelnd: "Dann komm her und küss meinen Bauch. Das macht mich scharf."
Estragon steht auf, ...
... l?sst seinen Gewürzmantel fallen ...
... und kniet nackt vor ihr nieder.
Mit geschlossenen Augen küsst er ihren Bauch.
Babs h?lt das Messer mit beiden H?nden und hat über ihrem Kopf zum Zustossen ausgeholt. Sie hat einen triumphierenden Ausdruck im Gesicht.
Das Messer saust herab.

